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Alkohol

Alkohol, der chemische Begriff ist Ethanol, ist ein Rauschmittel, das in verschiedenen Ausführungen in Lebensmittel zu finden ist. Alkohol ist ein Energieträger, der in einer Diät nicht außer Acht gelassen werden sollte. So enthalten 100 ml reiner Alkohol 7,1 kcal.

Alkoholsucht

Alkoholismus, auch bekannt als Alkoholabhängigkeit oder Alkoholsucht, ist eine chronische Erkrankung, die durch den übermäßigen Konsum von alkoholischen Getränken definiert ist. Menschen, die an Alkoholsucht leiden, haben aufgrund von psychischer und physischer Abhängigkeit Schwierigkeiten, ihren Alkoholkonsum zu kontrollieren.

Ursachen

Alkoholismus hat unterschiedliche Ursachen, die sowohl genetisch als auch durch die Umwelt bedingt sein können. Genetische Faktoren können eine Person anfälliger für die Entwicklung von Alkoholabhängigkeit machen, insbesondere wenn Familienmitglieder ebenfalls betroffen sind oder waren. Umweltfaktoren wie emotionale Belastungen, sozialer Druck, familiäre Probleme und psychische Störungen wie Angstzustände, Burnout oder Depressionen können ebenfalls zur Entwicklung von Alkoholsucht beitragen.¹

Diagnostik

Die Diagnose von Alkoholabhängigkeit basiert in der Regel auf einer gründlichen Anamnese und einer klinischen Einschätzung durch Experten. Ärzte und Suchttherapeuten nutzen häufig standardisierte Fragebögen oder Tests wie das CAGE-Verfahren (Cut-Down, Annoyed, Guilty, Eye-Opener) und den Alcohol Use Disorders Identification Test (AUDIT), um das Ausmaß der Sucht zu ermitteln. Zusätzlich werden Blut- und Leberfunktionstests durchgeführt, um mögliche körperliche Schäden aufgrund von Alkoholmissbrauch zu ermitteln.²

Vorbeugung

Die Prävention von Alkoholsucht ist ein wichtiger Aspekt, um die gesellschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen der Erkrankung zu verringern. Präventive Maßnahmen konzentrieren sich auf die Vermittlung von Wissen über die Risiken des Alkoholkonsums, nützliche Bewältigungsstrategien gegen Stress und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Achtsamkeit.

Schulische und gemeinschaftsbasierte Programme können dabei helfen,
Jugendliche über die Gefahren des Alkoholkonsums aufzuklären und ungesunde Verhaltensweisen zu verhindern. Das große Problem bei Alkohol ist, dass er gesellschaftlich akzeptiert ist und überall gekauft werden kann. Deshalb ist Prävention besonders an Schulen wichtig.³

Behandlung

Die Behandlung von Alkoholismus kann je nach Schweregrad und individuellen Bedürfnissen der betroffenen Person unterschiedlich ausfallen. Eine Entgiftungsphase ist oft der erste Schritt in der Behandlung, um den Alkohol aus dem Körper zu entfernen. Die darauffolgenden Entzugserscheinungen sind oft schwer zu bewältigen.

Anschließend kann eine Kombination aus medikamentöser Therapie, Psychotherapie und Selbsthilfegruppen wie den Anonymen Alkoholikern (AA) eingesetzt werden, um den Betroffenen bei der Genesung zu unterstützen. Medikamente wie Disulfiram, Naltrexon und Acamprosat können eingesetzt werden, um das Verlangen nach Alkohol zu reduzieren und einen Rückfall zu vermeiden. Psychotherapie spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, da sie den Betroffenen hilft, die zugrunde liegenden Probleme und Bewältigungsmechanismen zu erkennen und zu bewältigen, die zur Alkoholsucht geführt haben. Kognitive Verhaltenstherapie (CBT), Motivationsinterviews und Familientherapie sind einige der am häufigsten eingesetzten Therapieansätze.?

Die Rolle des Sports bei der Alkoholsuchtbehandlung

Sport und körperliche Aktivität haben sich in der Vergangenheit als wirksame ergänzende Therapiemöglichkeit bei der Behandlung von Alkoholismus erwiesen. Die positiven Auswirkungen von Sport auf die Genesung von Alkoholabhängigen können in mehreren Aspekten zusammengefasst werden:

Körperliche Gesundheit: Regelmäßige körperliche Aktivität ist ratsam und notwendig, um den durch Alkoholmissbrauch verursachten Schaden am Körper rückgängig zu machen. Verbessert man das Herz-Kreislauf-System, die Muskelkraft und die Funktion von Organen wie der Leber, hat dies gute Auswirkungen auf den ganzen Körper.

Psychische Gesundheit: Bestimmte Sportarten können zur Linderung von psychischen Störungen wie Depressionen und Panikattacken beitragen, die häufig durch Alkoholismus ausgelöst werden. Bei sportlicher Betätigung werden Endorphine freigesetzt, die auch als Wohlfühlhormon bekannt sind und das allgemeine Wohlbefinden verbessern.

Stressbewältigung: Körperliche Aktivitäten, wie z.B. Arbeit oder andere Freizeitaktivitäten können als eine gesunde Methode zur Bewältigung von Stress dienen. Dabei wird die Produktion von Stresshormonen reduziert, wodurch mehr Entspannung im Körper gefördert wird.

Soziale Unterstützung: Sportliche Aktivitäten, insbesondere Gruppen- oder Mannschaftssportarten wie Fußball oder Bowling, bieten Gelegenheiten für soziale Interaktion mit anderen Menschen und den Aufbau eines unterstützenden Netzwerks, das für den Genesungsprozess von entscheidender Bedeutung ist.?

Einzelnachweise

1. Ursache von Alkoholsucht

2. AUDIT (Diagnose)

3. Alkoholiker (NESCURE® Privatklinik am See, abgerufen am 27.03.2023)

4. Behandlungsarten

5. Sport gegen Alkohol (Studie von SGSM)

Siehe auch

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