Fitness Startseite » Fitness Lexikon - Wiki » Body Mass Index

Body Mass Index

BMI steht für Body-Mass-Index beziehungsweise Körpermasseindex. Er ist eine einfache Kennzahl, die das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Berechnet wird er mit der Formel: Gewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat. Der BMI dient vor allem als Screening-Instrument, also als grober Orientierungswert, um Untergewicht, Normalgewicht, Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen einzuordnen. Er misst jedoch nicht direkt den Körperfettanteil und ersetzt keine ärztliche Beurteilung.

Definition

Für Erwachsene gelten international verbreitete Grenzwerte: Ein BMI unter 18,5 wird als Untergewicht eingeordnet, ein BMI von 18,5 bis 24,9 als Normalgewicht, 25,0 bis 29,9 als Übergewicht und ab 30,0 als Adipositas. Teilweise wird Adipositas zusätzlich in mehrere Schweregrade unterteilt.

Diese Einteilung ist praktisch, weil sie schnell anwendbar ist und in Medizin, Gesundheitsstatistik und Prävention häufig verwendet wird. Zugleich betonen Fachstellen, dass der BMI nur ein Hinweis auf mögliche Gesundheitsrisiken ist und immer zusammen mit weiteren Faktoren betrachtet werden sollte, etwa Taillenumfang, Blutdruck, Stoffwechselwerten und Lebensstil.

Ursprung

Die Wurzeln des BMI reichen ins 19. Jahrhundert zurück. Der belgische Mathematiker und Statistiker Adolphe Quetelet entwickelte einen Vorläufer des heutigen BMI, der lange als Quetelet-Index bekannt war. Die heutige Bezeichnung Body Mass Index setzte sich im 20. Jahrhundert vor allem durch, nachdem Forschende den Index als nützliche Maßzahl für Bevölkerungsstudien aufgriffen. Historisch war der BMI also weniger als individuelles Diagnoseinstrument gedacht, sondern eher als statistisches Hilfsmittel, um Körpermaße in größeren Gruppen vergleichbar zu machen.

Aussagekraft und Grenzen

Die Stärke des BMI liegt in seiner Einfachheit. Er lässt sich ohne technische Hilfsmittel berechnen und ermöglicht große Vergleiche zwischen Bevölkerungen und Zeiträumen. Deshalb wird er weltweit in Studien und Gesundheitsberichten genutzt. Seine Schwäche besteht darin, dass er nicht zwischen Fettmasse, Muskelmasse und Knochenmasse unterscheidet.

Sehr muskulöse Menschen können deshalb einen hohen BMI haben, ohne einen gesundheitlich ungünstigen Körperfettanteil zu besitzen. Umgekehrt kann bei älteren Menschen oder Personen mit wenig Muskelmasse ein unauffälliger BMI vorliegen, obwohl gesundheitliche Risiken bestehen. Auch für Kinder und Jugendliche gelten andere Maßstäbe: Dort wird der BMI alters- und geschlechtsspezifisch beurteilt.

Internationale Gültigkeit

Der BMI ist international weit verbreitet und wird etwa von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Standardmaß für die Einordnung von Untergewicht, Übergewicht und Adipositas bei Erwachsenen verwendet.

Dennoch ist seine Gültigkeit nicht in jeder Bevölkerungsgruppe völlig identisch. Die WHO weist darauf hin, dass der BMI ein Surrogatmarker ist und dass derselbe BMI-Wert in verschiedenen Populationen nicht immer dem gleichen Körperfettanteil oder dem gleichen Gesundheitsrisiko entspricht. In manchen Bevölkerungsgruppen können Stoffwechselrisiken bereits bei niedrigeren BMI-Werten zunehmen. Deshalb wird der BMI global genutzt, aber nicht überall isoliert interpretiert.

Gesundheitliche Bedeutung

Ein erhöhter BMI steht statistisch mit einem höheren Risiko für verschiedene nichtübertragbare Erkrankungen in Zusammenhang, darunter Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten.

Auch ein sehr niedriger BMI kann gesundheitliche Probleme anzeigen, etwa Mangelernährung oder andere Erkrankungen. Wichtig ist jedoch, dass der BMI allein keine Krankheit beweist. Er hilft vielmehr dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf eine genauere Untersuchung anzustoßen.

Gesund abnehmen

Wer Übergewicht abbauen möchte, sollte nicht auf radikale Diäten setzen, sondern auf langfristige, alltagstaugliche Veränderungen und somit lieber gesund abnehmen. Sinnvoll sind mehrere Maßnahmen zugleich: erstens eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und ausreichend Eiweiß; zweitens das Begrenzen stark verarbeiteter, besonders zucker- und energiereicher Lebensmittel; drittens regelmäßige Bewegung im Alltag und zusätzlich Sport; viertens ausreichender Schlaf, weil Schlafmangel das Essverhalten beeinflussen kann; und fünftens realistische Ziele statt schneller Gewichtsverluste.

Hilfreich sind außerdem regelmäßige Mahlzeiten, bewusstes Essen ohne Ablenkung, das Trinken von Wasser statt zuckerhaltiger Getränke und bei starkem Übergewicht eine professionelle Begleitung durch Ärztinnen, Ärzte oder Ernährungsfachkräfte.

Keine Kommentare vorhanden.

Melde dich hier an, um einen Kommentar zu hinterlassen.

fitness lexikon

Menschlicher Körper

Hormone
Muskulatur

Sonstiges

Doping

ANZEIGE

Lesenswerte Theorien zum Abnehmen für Menschen mit Zeitmangel.

WIKIFIT APP

Jetzt bei Google Play

FITNESS BLOG

Hafermilch: Eine gesunde Alternative?

In den letzten Jahren hat Hafermilch als pflanzliche Alternative zu Kuhmilch an Popularität gewonnen. Diese wachsende Beliebtheit beruht nicht nur...

ANZEIGE

FITNESSÜBUNGEN

T-Hantel Rudern, vorgebeugt

T-Hantel Rudern beansprucht folgende Muskeln: Latissimus , den Mehr

TRAININGSPLÄNE

Cardio-Trainingsplan

Dieser Cardio-Trainingsplan dient der Verbesserung der Ausdauer und Fettverbrennung. Das Cardiotraining gliedert sich daher in weniger intensive...

Training planen

ANZEIGE