Zum Inhalt springen
Kostenlos auf wikifit.de

Intervallfasten: Pläne, Anleitung und kostenloser Fastentracker

Beim Intervallfasten isst Du innerhalb eines festen Zeitfensters und fastest den Rest des Tages. Nicht was Du isst, ist vorgegeben, sondern wann - das macht es zu einer der einfachsten Methoden, um die Kalorienzufuhr zu senken, ohne Lebensmittel zu verbieten. Diese Seite erklärt die gängigen Fastenpläne von 12:12 bis OMAD, zeigt Dir in sechs Schritten den Einstieg und beantwortet die häufigsten Fragen.

Kostenlos registrieren Direkt mit 16:8 starten

  • Fastenzeiten & Timer
  • Verlauf & Streaks
  • 16:8 komplett kostenlos

Was ist Intervallfasten?

Intervallfasten - auch intermittierendes Fasten oder Intermittent Fasting genannt - bezeichnet einen regelmäßigen Wechsel zwischen Essfenster und Fastenphase. Die verbreitetste Form ist das tageweise Fasten: Bei 16:8 wird 16 Stunden gefastet und innerhalb von 8 Stunden gegessen, etwa von 12 bis 20 Uhr. Daneben gibt es wochenweise Pläne wie 5:2, bei denen an zwei Tagen pro Woche stark reduziert gegessen wird.

Der Effekt auf das Gewicht entsteht vor allem indirekt: Ein kürzeres Essfenster lässt schlicht weniger Gelegenheiten zum Essen, sodass die Tageskalorien meist von selbst sinken - ein Kaloriendefizit bleibt aber die Voraussetzung. Diskutiert werden außerdem Effekte auf Blutzucker- und Insulinspiegel sowie zelluläre Reinigungsprozesse (Autophagie) in längeren Fastenphasen. Wer parallel mitschreibt, was im Essfenster landet, sieht beides: Mit dem Ernährungstagebuch und der Kalorientabelle lässt sich prüfen, ob das Defizit tatsächlich steht.

Vorteile auf einen Blick

  • Keine verbotenen Lebensmittel - es ändert sich der Zeitpunkt, nicht der Einkaufszettel.
  • Weniger Entscheidungen - Frühstück oder Spätsnack fallen weg, das spart Planung.
  • Alltagstauglich - das Essfenster lässt sich um Arbeit, Training und Familienessen legen.
  • Gut messbar - Start- und Endzeit sind eindeutig, Fortschritt ist als Streak sichtbar.

Intervallfasten starten: Anleitung in 6 Schritten

  1. Fastenplan wählen

    Starte mit 14:10 oder 16:8. Wer noch nie gefastet hat, fährt mit einem längeren Essfenster deutlich besser als mit einem ambitionierten Plan, den er nach drei Tagen abbricht.

  2. Essfenster auf den Alltag legen

    Lege das Essfenster dorthin, wo Deine Mahlzeiten ohnehin stattfinden - meist 12 bis 20 Uhr. Arbeitszeiten, Sport und gemeinsame Abendessen sind wichtiger als die runde Uhrzeit.

  3. Fastenzeit überbrücken

    Wasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee sind während der Fastenphase erlaubt. Alles mit Kalorien - auch Milch im Kaffee oder Saft - beendet das Fasten.

  4. Im Essfenster vollwertig essen

    Intervallfasten ersetzt keine ausgewogene Ernährung. Achte auf ausreichend Protein, Gemüse und Ballaststoffe; die Kalorientabelle hilft beim Einordnen.

  5. Fastenzeiten tracken

    Notiere Start und Ende jeder Fastenphase. Der kostenlose Fastentracker von wikifit zeigt Timer, Verlauf und Streak - Dranbleiben fällt mit sichtbarem Fortschritt messbar leichter.

  6. Nach zwei Wochen nachjustieren

    Läuft der Plan mühelos, verkürze das Essfenster um eine Stunde. Fühlst Du Dich schlapp oder heißhungrig, gehe eine Stufe zurück - das ist kein Rückschritt, sondern Feinjustierung.

Welcher Fastenplan passt zu mir?

Die Zahlen eines Fastenplans stehen für Fastenstunden : Essstunden. Je kürzer das Essfenster, desto größer die Umstellung im Alltag - und desto wichtiger, dass die Mahlzeiten darin nährstoffdicht sind. Fang lieber eine Stufe zu leicht an: Ein Plan, den Du sechs Wochen durchhältst, schlägt jeden, den Du nach drei Tagen abbrichst.

Die beliebtesten Pläne im Detail

Einsteiger: 12:12 bis 15:9

Am besten für: den sanften Einstieg ins Fasten, ohne den Tagesablauf umzubauen.

14:10

14 Std. fasten · 10 Std. Essfenster

Der klassische Einstieg: Frühstück etwas später, Abendessen etwas früher. Lässt sich mit Familienessen gut vereinbaren.

Plan 14:10 starten

12:12

12 Std. fasten · 12 Std. Essfenster

Zwölf Stunden essen, zwölf Stunden Pause - meist reicht es dafür schon, das späte Abendessen wegzulassen. Der sanfteste Einstieg.

Plan 12:12 starten

13:11

13 Std. fasten · 11 Std. Essfenster

Eine Stunde mehr als 12:12. Ein guter Zwischenschritt, wenn sich 14:10 noch zu lang anfühlt.

Plan 13:11 starten

15:9

15 Std. fasten · 9 Std. Essfenster

Die letzte Stufe vor 16:8. Ideal, um das Essfenster Woche für Woche zu verkürzen.

Plan 15:9 starten

Fortgeschritten: 16:8 bis 20:4

Am besten für: alle, die eine Einsteigerstufe schon zwei bis vier Wochen sicher halten.

16:8

KOSTENLOS

16 Std. fasten · 8 Std. Essfenster

Die bekannteste Variante - z. B. essen von 12 bis 20 Uhr. Gut untersucht, alltagstauglich und bei wikifit dauerhaft kostenlos.

Mehr zu 16:8: Zeitplan & Essensplan Plan 16:8 starten

17:7

17 Std. fasten · 7 Std. Essfenster

Eine Stunde kürzeres Essfenster als 16:8 - meist zwei Mahlzeiten statt drei.

Plan 17:7 starten

18:6

18 Std. fasten · 6 Std. Essfenster

Sechs Stunden Essfenster, etwa 13 bis 19 Uhr. Beliebt bei allen, die mit 16:8 gut zurechtkommen und mehr wollen.

Mehr zu 18:6: Zeitplan & Essensplan Plan 18:6 starten

19:5

19 Std. fasten · 5 Std. Essfenster

Fünf Stunden Essfenster. Erfordert etwas Planung, damit Protein- und Kalorienbedarf noch gedeckt werden.

Plan 19:5 starten

20:4

20 Std. fasten · 4 Std. Essfenster

Das "Warrior"-Fenster: vier Stunden essen, meist am Abend. Für Erfahrene mit stabiler Routine.

Plan 20:4 starten

Experten: 21:3, 22:2 und OMAD

Am besten für: besondere Herausforderungen - mit sehr kurzem Essfenster und entsprechend hohem Anspruch an die Nährstoffdichte.

21:3

21 Std. fasten · 3 Std. Essfenster

Drei Stunden Essfenster. Kaum Spielraum für mehr als zwei Mahlzeiten - Nährstoffdichte wird entscheidend.

Plan 21:3 starten

22:2

22 Std. fasten · 2 Std. Essfenster

Zwei Stunden Essfenster. Nur sinnvoll, wenn Du Fasten bereits über Monate gewohnt bist.

Plan 22:2 starten

OMAD

23 Std. fasten · 1 Std. Essfenster

One Meal A Day: eine einzige große Mahlzeit pro Tag. Die anspruchsvollste Variante - nicht für Einsteiger.

Mehr zu OMAD: Zeitplan & Essensplan Plan OMAD starten

Wochenpläne: 6:1, 5:2 und 4:3

Am besten für: maximale Flexibilität an den meisten Tagen der Woche - Fastentage frei wählbar, Premium.

4:3

4 Tage essen · 3 Tage fasten

An drei Tagen pro Woche stark reduziert essen, an vier normal. Die Fastentage wählst Du frei.

Plan 4:3 starten

5:2

5 Tage essen · 2 Tage fasten

Fünf normale Tage, zwei Tage mit stark reduzierter Kalorienzufuhr. Der Klassiker unter den Wochenplänen.

Mehr zu 5:2: Wochenplan & Essensplan Plan 5:2 starten

6:1

6 Tage essen · 1 Tag fasten

Ein Fastentag pro Woche. Der leichteste Einstieg ins wochenweise Fasten.

Plan 6:1 starten

Fastenzeiten kostenlos tracken

Mit dem wikifit-Fastentracker startest Du Deine Fastenphase per Timer und siehst jederzeit, wie viel Zeit noch bleibt. Jede abgeschlossene Phase landet im Verlauf, aufeinanderfolgende Fastentage zählen als Streak. Der Plan 16:8 ist dauerhaft kostenlos - im Browser und in der wikifit-App. Kombinieren lässt sich das Fasten mit dem Ernährungstagebuch, passenden Ernährungsplänen und Fitness-Rezepten für das Essfenster.

Jetzt kostenlos starten

Häufige Fragen zum Intervallfasten

Was ist Intervallfasten?

Beim Intervallfasten (intermittierendes Fasten) wechselst Du täglich oder wöchentlich zwischen einem Essfenster und einer Fastenphase. Anders als bei einer Diät wird nicht vorgegeben, was Du isst, sondern wann. Verbreitet sind Tagespläne wie 16:8 oder 18:6 und Wochenpläne wie 5:2.

Welcher Fastenplan ist für Anfänger geeignet?

12:12 oder 14:10 sind für den Einstieg am besten geeignet: Das Essfenster ist lang genug für drei Mahlzeiten und der Alltag muss kaum umgestellt werden. Wenn das zwei Wochen problemlos läuft, ist 16:8 der nächste sinnvolle Schritt.

Was darf ich während der Fastenzeit trinken?

Kalorienfreie Getränke sind erlaubt: Wasser, Mineralwasser, ungesüßter Kräuter- oder Grüntee und schwarzer Kaffee. Milch, Zucker, Saft, Limonade und Alkohol enthalten Kalorien und beenden die Fastenphase.

Wie schnell nimmt man mit Intervallfasten ab?

Intervallfasten wirkt vor allem deshalb, weil das kürzere Essfenster die Kalorienzufuhr meist von selbst senkt. Ohne Kaloriendefizit nimmst Du auch beim Fasten nicht ab. Realistisch sind 0,25 bis 0,5 Kilogramm pro Woche - wer die ersten Tage deutlich mehr verliert, verliert überwiegend Wasser.

Ist 16:8 wirklich kostenlos?

Ja. Der 16:8-Plan ist bei wikifit dauerhaft kostenlos nutzbar, inklusive Timer, Verlauf und Streak. Die übrigen Pläne von 12:12 bis OMAD sowie die Wochenpläne 5:2, 4:3 und 6:1 gehören zur Premium-Mitgliedschaft.

Darf ich beim Intervallfasten Sport machen?

Ja. Moderates Ausdauer- und Krafttraining ist in der Fastenphase für die meisten Menschen unproblematisch. Lege intensive Einheiten nach Möglichkeit an den Anfang oder in die Nähe des Essfensters, damit die Mahlzeit danach die Regeneration unterstützt.

Für wen ist Intervallfasten nicht geeignet?

Nicht geeignet ist Intervallfasten in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Untergewicht, bei einer bestehenden oder überstandenen Essstörung sowie bei Kindern und Jugendlichen. Bei Diabetes, niedrigem Blutdruck, Gicht oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme solltest Du vorher ärztlich abklären lassen, ob und wie Du fasten kannst.

Was tun bei Kopfschmerzen oder Heißhunger?

In den ersten ein bis zwei Wochen sind Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und Heißhunger typisch, während sich der Körper umstellt. Meist hilft mehr Trinken und ausreichend Salz. Halten die Beschwerden länger an, verlängere das Essfenster wieder.

Hinweis

Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Vorerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei Essstörungen sowie bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme solltest Du vor dem Fasten ärztlichen Rat einholen.