So, ich möchte nun auch noch meinen Senf dazugeben ;-)
Natürlich möchte man schnell Ergebnisse sehen und das Abnehmziel erreichen.
ABER ein zu niedriges Kalorienziel einzuplanen hilft nur denen mit eisernem Willen und eiserner Disziplin. Einige Wochen hält man das durch, vor allem, wenn man auf die Ernährung achtet und Lebensmittel mit wenig Kalorien verwendet, sodass man trotzdem immer satt wird.
Nach einer Weile meldet sich allerdings der Körper, der sich zunehmend unterversorgt fühlt. Ihr beginnt ein starkes Verlangen nach Lebensmitteln zu entwickeln, die nicht mal besonders aufregend sind (bei mir waren es Brötchen) und vor allem nach VIEL davon.
Am Anfang habe ich es so versucht: 1600 kcal an 6 Tagen in der Woche, ein Refeed Day mit 2600 kcal. Das führte nur dazu, das ich mich von Zeit zu Zeit so richtig unkontrolliert vollgestopft habe. Und zwar so lange, bis ich richtige Bauchschmerzen hatte. Weit über das Sättigungsgefühl hinaus.
Und selbst wenn ihr es schafft mit der extremen Kalorienreduktion ans Ziel zu kommen: Wie geht es weiter? Eine Ernährungsumstellung muss dauerhaft sein, um den Effekt nicht wieder ins Gegenteil zu verkehren. Sprich: Hier ist es nicht vorbei.
Also nun mein Ratschlag, wenn auch wahrscheinlich nicht gern gehört: Wähle dir ein realistisches Kalorienziel, nicht allzu weit unter deinem Leistungsumsatz. Es mag vielleicht länger dauern, bis du dein Ziel erreichst, aber ich denke, so wirst du länger durchhalten (denn was bringt es, wenn du auf halber Strecke aufgibst, weil du dich zu hart kasteien musst) und gesünder für den Körper (der braucht auch seine Zeit, du möchtest doch, dass deine Haut nach dem abnehmen ihre Spannkraft behält) ist es allermale.
Nun zu deiner letzten Frage: Ich persönlich halte nichts von kohlenhydratreduzierten Diäten, würde dir eher empfehlen in die fettreduzierte Richtung zu gehen. Warum? 1. 1g Fett hat fast doppelt so viele Kalorien wie 1g Kohlenhydrate oder Eiweiß, sprich: Du kannst weniger davon essen und wirst weniger satt 2. Zu viel Fett ist sehr ungesund für den Körper und führt zu erhöhten Blutfettwerten. Diese begünstigen langfristig diverse Krankheiten.
Aber: Deine Kohlenhydrate solltest du jetzt nicht munter aus Weißmehlprodukten und Zucker zu dir nehmen. Denn: Das begünstigt die Entstehung von Diabetes und einigen Krebsarten. Gesünder: Vollkornprodukte, Agavendicksaft zum süßen.
Eiweiß solltest du höchstens 2g pro kg Körpergewicht zu dir nehmen, da ein höherer Konsum weder zielführend noch gesund ist. Ich plane immer 1,5g pro kg Körpergewicht ein, um einen Puffer nach oben zu haben, falls es mal etwas mehr wird.
Fette sollten 20-30% deiner Kalorien abdecken (1g Fett hat 9,3 kcal, 1g Eiweiß oder 1g Kohlenhydrate hat 4,2 kcal).
Die restlichen Kalorien kannst du aus Kohlenhydraten zu dir nehmen.
Viel Spaß damit ;-)