Es kommt, gerade bei Übergewicht, auf die Menge an. Es darf nicht zuviel aber auch nicht zu wenig sein. Mein Tipp: Schau doch mal bei Weight-Watchers rein. Dort wird alles mit Punkten gezählt und Du darfst alles essen, was Du möchtest. Wenn man bedenkt, dass Eigendisziplinierung immer gut ist: Erfolg ist dort garantiert :-)
Eiweiß immer nur soviel, wie die Nahrung hergibt - als Sportler achtet man dann eher etwas darauf, dass mehr Kohlenhydrate auf dem Teller liegen. Auf tierisches Eiweiß würde ich weitesgehend verzichten. Gibt die Nahrung nicht zu viel her wie bei Obst und Gemüse, können auch Spirulina als Nahrungsergänzung von Nutzen sein. Vorsicht: Hier nur das Beste vom Besten nehmen - es gibt ziemlich viel Mist.
Was mich angeht, so bin ich ab Januar wieder auf eine bewusstere Ernährung umgestiegen:
Den Morgenkaffe habe ich um eine Tasse auf 1 reduziert - Milch trinke ich keine, ich tue Sahne rein. Auf Milch und Milchprodukte verzichte ich weitestgehend oder esse halt, wie bei Käse, nur sehr bedacht. Wir haben nicht die entsprechenden Enzyme im Körper um Milch zu unseren Gunsten zu verstoffwechseln.
Statt einer Scheibe mehr an Brot mit Butter (keine Margarine!!!!) mache ich mir ein kleines Knuspermüsli mit einer Banane und einem geriebenen Apfel, etwas Quark mit einem Teelöffel gutem Leinöl verrührt, Agavensirup und einen Schuss Sahne.
Bis zum fürhen Nachmittag trinke ich wenigstens 1,5 bis 2 Liter Quellwasser. Kein Sprudel, das ist Säure und benötigt unötige Stoffwechsel-Ressourcen. Bei mehr Gewicht auch 3 bis 4 Liter am Tag - Wasser ist unser Leben, denn wir bestehen schließlich vornehmlich daraus.
Mittags mache ich mir ein Smoothie im Mixer: z.B. Gelbe Rüben, Apfel, Banane, Orange, ein paar Salatblätter, kurzum: Obst und Gemüse der Saison, etwas Apfelsaft und Wasser, gesüßt mit Agavensirup. Hin und wieder mache ich mir einen Salat mit Putenstreifen, oder ein gehaltvolles Essen mit Reis oder Nudeln, gedünstetem Gemüse und weißem Fleisch. Auf rotes (langfasriges) verzichte ich weitestgehend.
Abends esse ich meistens eine leckere Suppe. Gut für solche schnelleren Sachen ist der Thermomix. Dazu eine Scheibe gutes Vollkornbrot , mit etwas Butter und Käse. Bei mehr Appetitt, lieber Suppe nachfassen, statt Brot. Der Körper stellt so ab sechs Uhr abends die Verdauungsfunktionen mehr oder weniger ein. Alles was dann an Schwerverdaulichem im Magen liegt (daruter zählt vor allem rotes Fleisch und Rohkost) bleibt drinnen liegen und beginnt zu gären.
Der Clou beim Essen ist: Von den guten Sachen immer mehr wie von den weniger guten, und immer mit schönen Gedanken kochen und mit Genuss essen.
Auf folgende Sachen achte ich besonders: Keine oder sehr wenig Weißmehlprodukte, kein Industriezucker, keine Geschmacksverstärker, kein Essen aus der Packung oder aus der Dose, keine Sprudelgetränke (wegen Zucker und wegen der Kohlesäure), wenig bis gar keine Süßigkeiten.
Abends keine Rohkost und kein rotes Fleisch - lieber ein Smoothie oder etwas gedünstetes Gemüse. Als Beilage lieber Reis wie Kartoffeln oder Nudeln
Trinken ist ganz ganz wichtig - und NUR Wasser; trinke ich Kaffee oder Tee, kommt nach etwas Zeit danach immer die doppelte Menge an Wasser hinterher.
Für den Hunger zwischendurch, greife ich bewusst zu Obst. Kuchen gibt es höchsten einmal die Woche.
Wie gesagt, Essen muss ich genießen können, also koche ich selber oder gehe auch mal in ein gutes Restaurant, wo leicht und trotzdem lecker gekocht wird. Wird die Sünde zwichenzeitlich mal etwas üppiger, dann gleiche ich das mit Bewegung wieder aus - gehe Spazieren oder lege mal ein Workout zusätzlich ein. Natürlich habe ich bei intensiverer Bewegung keinen vollen Magen.
In diesem Sinne mein Fazit: Diät bringt gar nix, lieber mal im Frühjahr eine gute Entschlackungskur; aber immer mit Genuss essen. Für besondere Leistungen auch mal belohnen - wie mit einer Portion Schlagobers auf dem Erdbeerkuchen. Morgen schmeckt dann wieder ein Müsli oder ein Sellerie-Omlett. Guten Apetitt wünscht Fontanus