Hallo erstmal.
Zuerst einmal: Lass dich nicht von den "Vorschriften" diverser Diätansätze zu Essgewohnheiten zwingen, die mit deinem eigentlichen Bedarf und deinem Wohlbefinden nichts zu tun haben. Wenn ich lese, dass du morgens aus Angst vor Kohlenhydraten nur zum fettarmen Joghurt greifst (Ich hoffe, das ist nicht dein ganzes Frühstück), scheinst du dich zu sehr zu quälen.
Generell gilt: Wir essen im Alltag in Summe tatsächlich zu viele Kohlenhydrate - meist in Form von Zucker in Lebensmitteln. Hier gilt es, bewusst damit umzugehen. Morgens dürfen es meiner Ansicht nach ruhig etwas mehr Kohlenhydrate sein, denn du brauchst die schnell verwertbare Energie um den Tag "durchzuhalten". Mittags dürfen auch nochmal welche auf den Speiseplan (Nudeln, Kartoffeln, Brot etc.) - aber schon etwas weniger als morgens. Auch die Portion sollte mittags nicht mehr so reichlich ausfallen wie morgens.
Abends - möglichst - auf Kohlenhydrate verzichten. Heisst aber nicht, generell nie wieder Abends was anderes als Fisch/Fleisch und Gemüse - aber da dann einfach schauen, dass so wenig wie möglich an KH konsumiert wird. Hintergrund: Abends finden meistens nicht mehr so viele Aktivitäten statt, so dass dein Körper keine schnelle/leichte Zufuhr in Form von Kohlenhydraten mehr braucht, ergo würdest du ihn damit quasi "überfüttern". So jedenfalls verstehe ich das von der Logik her.
Hier ein paar Rechenansätze, nach denen ich seit 2 Wochen abnehme, ohne mich zu quälen oder hungern zu müssen:
Kcal: Ich ziehe von meinem Gesamtenergiebedarf (den mir meine Körperanalysewaage morgens auf nüchternen Magen gemessen mitteilt) 30% ab und erhalte so mein Tagesziel - ohne Sport. Den Wert trage ich täglich im Ernährungsplan unter den individuellen Einstellungen ein. "Planung für Trainingstage automatisch ermitteln" lasse ich angehakt.
Betätige ich mich sportlich (bei mir: Radfahren ins Geschäft und zurück) so trage ich diese Aktivitäten zeitnah im Trainingstagebuch ein und erhalte so die aktualisierten Werte aufgrund der verbrannten Kalorien.
Abends schaue ich dann, was mir theoretisch laut Plan noch an Energielieferanten bleibt und bestimme anhand dessen mein Abendessen.
Auf diese Weise bleibe ich dauerhaft mit der zugeführten Energie unter meinem Bedarf und habe trotzdem nicht das Gefühl, deswegen hungern zu müssen. Positiver Nebeneffekt: ich kontrolliere genau, was ich wann wie viel verzehre.
Das setzt natürlich die Disziplin voraus, genau zu protokollieren, was man isst und trinkt - befreit einen aber gleichzeitig von einem übertriebenen Verzicht in dem Glauben, weniger sei besser. Ausserdem bekommt man ein Gefühl dafür, welche Nahrungsmittel gut reinpassen und was man vielleicht in geringeren Mengen verzehren sollte.
Eines noch: Geduld! Erwarte nicht, den von dir angestrebten Verlust sofort zu erreichen. Setz dir als Ziel 500 Gramm Gewichtsverlust pro Woche. Das ist gut erreichbar und motiviert dann auch eher dazu, das erreichte Gewicht langfristig zu halten, weil du dann deine neuen Essgewohnheiten schon verinnerlicht hast.
Viel Erfolg und ich hoffe, ich konnte helfen.